BKK 2.0

Punktlich, bevor die Revolution in Bangkok startete, brach ich mit Sebastian und einer Arbetiskollegin in Richtung Trang (Sueden Thailands) auf.

Dort sollten wir dann auch die neachsten 5 Tage bleiben.

Vorab aber, in Bangkok ist wieder alles in Ordnung. Keine Aufsteande, keine Revolution. Alles wie zuvor. Habe auch nichts von mitbekommen, als ich nach dem Urlaub wieder zurueck war. Die Revolution (gescheitert) und mein Urlaub haben sich perfekt gedeckt.

So. Als wir am Samstag Morgen um 9 Uhr los starteten (geplant war 6 Uhr), hiess es von da an nur noch: sitting, waiting, wishing. 13 Stunden fuer 800 Kilometer. Stau soweit das Auge reicht. 13 Stunden im Honda Jazz mit Thai Mucke. Songkran holidays. In Thailand herrschte Urlaubszeit und da fahren die meisten Thais aus Bangkok eben nach Hause zu ihrer Familie. Und anscheinend wohnen sehr viele im Sueden. Da ist es von Nachteil, dass es nur eine doppelspurige Strasse in Richtung Sueden gibt! Stau en masse.

 

 

Zum Glueck hatte ich vorab fuer den Trip genug Snacks und zu Trinken eingekauft!

Aber letzten Endes kamen wir ja dann doch noch irgendwie an - irgenwann. Kurz vor dem Ziel, sammelten wir noch 2 andere Arbeitskolleginnen auf. Lustig und erschreckend, dass meine Arbetiskollegin erstmal an ihrem Haus vorbei fahren wollte - sie erkannte es leider nicht. Dafuer aber ihre beiden Freundinnen.

Das Haus muss man sich so vorstellen: ein Wohnzimmer um die 40m2. Eine Kueche um 20m2. Drei Schlafzimmer, davon nur ein Schlafzimmer mit Aircon (leider nicht unser). Steinharte Betten mit steinharten Kopfkissen. Und ein kleines, dreckiges Bad mit kaputter Toilette, Nasszelle draussen (fuer was auch immer) und 2 Regentonnen im Bad. Diese waren...richtig…..zum Duschen J Kelle rein, Wasser rausschoepfen und ueber den Korper laufen lassen. Hoffen, dass man so irgendwie sauber wird Ein Erlebniss. So stand eins schon vom ersten Tag an fest. Um Abends in der Hitze, auf den harten Betten und mit den Moskitos schlafen zu koennen, musste Bier her. Dies ist in Thailand zum Glueck kein Problem und so konnten wir auch jeden Tag wunderbar schliafen.

Vor dem Schlafen, wurde natuerlich noch zu Abend gegessen. Fisch, die Thais lieben Fisch und vor allem die im Sueden.

Ich mag keinen Fisch, auch nicht im Sueden.

Aber das war egal, selbst zum Fruehstueck hab es Fisch. Und natuerlich scharfen Fisch. Inzwischen kann ich zum Glueck ganz gut scharf essen.

Nach unserem Fischfruehstueck am Sonntag - leider konnte niemand verstehen, warum wir keinen Chili Curry Fisch fruehstuecken wollten - ging es dann auf in Richtung Strand, wo unser Boot wartete.

 


 

Gefahren wurde es von zwei Thai, die ortskundig aussahen, sie sollten uns an die schoenen Streande und in die Schnorchelgebiete bringen. Wir hatten ein Long Tail Boat gemietet. Antrieb war ein Nissan LKW Motor, an den eine Stange angebracht wurde, ueber die man die Schiffsschraube lenken konnte.

 


 

Bis dahin: die Thais dunkelbraun, wir: schneeweiss. Kein Problem, dachte wir uns. Denn eine Kollegin hatte Shiseido Sunblocker dabei. Stufe 40. Genug, um sich keinen Sonnenbrand zu holen.

 


 

So fuhren wir ueber das Meer, auf der Suche nach Traumstranden und -schnorchelgebieten. Leider waren auf Grund der Ferien jedoch alle Orte komplett mit Thais ueberfuellt, so war es das mit dem Traum von Traumstreanden fuer uns alleine. Ausserdem koennen die Thais nicht schwimmen. Deswegen gehen sie nur mit T-Shirt und Schwimmweste ins Wasser. T-Shirt, um nicht braun zu werden.

Home sweet home. Mein neues Ferienhaus mit großem Pool.

Sebastian und ich sind natuerlich ohne Shirt ins Wasser, hatten ja auch Sunblocker Stufe 40 drauf!

Leider muss man sagen, dass die Schnorchelgebiete fuer uns Europeaer nicht so traumhaft sind, wie fuer die Thais. Sie haben einfach keine Ahnung von Natur und Kultur. Zumindest nicht die einfachen Thais. Aber ein paar schoene Fische konnte man schon sehen und in Mitten eines Firschschwams schwarz gelb gestreifter Fische zu schimmen ist es ja auch ganz nett

 


 

Als wir eine Unterwasserhoehle durchschwimmen wollten hiess es folgendes: auf Grund der Dunkelheit, alle nur in einer Linie schwimmen und am Vordermann festhalten. Gesagt getan. Aber erinnert euch zurueck, hunderte Thais in Schwimmwesten unterwegs, mit dem gleichen Plan. Sie koennen nicht schwimmen, wollten aber in der Dunkelheit durch eine Unterwasserhoehle. Thai Logik J So war es nicht verwunderlich, dass eine fast-Panik ausbrach, als der Wellengang in der Hoehle so stark wurde, dass man fast an die Hoehlendecke gedrueckt wurde. Und nun stellt euch vor: eine Hoehle, Dunkelheit, hohe Wellen, die Decke kommt immer neaher und 100 Thais in orangenen Schwimmwesten, die nicht schwimmen koennen. Dazwischen 2 Deutsche, wir Herrlich.

Als wir so nach den ersten Schnorchelgeangen und nach unserer Hoehlenforschermission wieder auf dem Boot waren, mussten wir leider etwas feststellen. Roete. Kanllige Rote mit einem Hauch Pink. Wo? Auf unseren Koerpern. Schlimmster Sonnenbrand! Da musste man nicht lange nachdenken, um zu wissen, dass wir damit noch unseren Spass haben wuerden. Auf Nachfrage hin, wurde dann auch zugegeben, dass die Shiseido Sunblocker Crème auf dem lokalen Markt fuer nen Euro gekauft wurde. Aber dass das eine Fealschung sein koennte, die nichts bringt, darauf kommen Thais nicht von selbst. Thai Logik vom Feinsten. Danke!

 


 

Der Abend rettete den Tag aber zum Glueck. Wir trafen uns erst zum leckeren Abendessen in einem Buffet Restaurant, dann gingen wir in ein Pub mit Live Musik. Zu dem Restaurant sei gesagt, dass es ein Thai Fondue Restaurant war. Dies muss man sich so vorstellen. Auf die Tischmitte kommt ein Topf mit gluehender Kohle. Darueber wird ein Steander gestuelpt und darauf kommt ein wockaehnlicher Topf, der in der Mitte aber eine Erhoehung hat. So hat man eine Erhoehung in der Mitte und eine tiefe Rinne aussen herum. In diese Rinne wird Wasser geschuetet, welches dann kocht. Darin kocht man Gemuese. Auf der Erhoehung breat man Fleisch an. Das Fett vom Fleisch und das Wasser aus dem Fleisch leauft zuseatzlich in das Wasser herunter, so dass ausserdem eine leckere Gemuesebruehe entsteht. Warum man dies nirgends in Deutschland findet, ist mir ein Reatsel, denn es ist traumhaft lecker und macht wirklich Spass. Fuer mich: das etwas bessere Fondue

 


 

Danach ging es dann in ein Pub, wo Sebastian und ich natuerlich die einzigen weissen waren. Immer wieder ein Erlebniss, wie eine Attraktion angeschaut zu werden J Die Musik dort war live und sehr gut gespielt. Die Stimmung war ausgelassen. Betrunkene Thais (das sind sie ja schon nach einem Bier) tanzen auf eine Band, die aktuelle Thai Musik covert. Das lustige ist, es gibt keine Tanzfleache. Wenn man tanzen moechte, steht man einfach von seinem Sitzplatz auf und tanzt dort. So gab es Tische, an denen vielleicht 7 Leute sassen und ploetzlich einer aufsteht und anfeangt wie wild zu tanzen, wobei die anderen einfach sitzen bleiben und weiter essen oder trinken. Ein ungewoehnliches, aber amuesantes Bild.

Irgendwann zu speater Stunde lagen wir dann also doch zufrieden in unseren Betten und am neachsten Tag sollte Songkran sein.

Bezueglich Songkran. Wir wollten an den Strand nach Krabi, auf Grund von Stau kamen wir dort aber leider erst um kurz nach 6 an, wo das meiste schon vorbei war. So sassen wir 5 Stunden in einem Auto ohne Klimaanlage und konnten beobachten, wie die Thais abgehen. Denn fast alle waren mit Pickups unterwegs, auf denen Regentonnen voll mit Wasser standen. So wurde sich gegenseitig nassgespritzt, was die Tonne her hielt. Schon als wir das heimische dorf verleissen, standen regelmeassig Gruppen mit jungne Leuten, die usner Auto aufhalten wollten, um uns nass zu spritzen und das Auto mit Farbe zu bemalen. Zum Glueck hatten wir aber daran gedacht, die Tueren von innen abzuschliessen Krabi an sich ist mit seiner Strassenpromenade aber doch recht ansehnlich und fuer einen Trip mit Uebernachtung sicher mal geeignet!


Am Dienstag hiess es dann erstmal abgammeln und relaxen, bevor wir uns dann mit weiteren Familienmitgliedern zum Mittagessen trafen. Dazu fuhren wir wieder ungefeahr 2 Stunden nach Trang an die Kueste. Definitiv sind wir in den 4 Tagen zu viel Auto gefahren, bzw haben zu viel Zeit im Auto verbracht, denn gefahren sind wir auf Grund des vielen Staus ja nicht sehr viel. Dort sind wir in ein Restaurant, welches leckeres Seafood anbot.

 

Leider kam die Kueche jedoch nicht hinterher, so dass wir nach langem Warten auf die zweite Healfte unserer Bestellung das Restaurant verliessen. Das war das erste Mal, seitdem ich hier bin, wo ich sah, dass Thais die Geduld verlieren. Sie sind ja sonst immer sehr relaxt. So verbrachten wir den Abend am Strand und schauten uns den malerischen Sonnenuntergang an. Momente der Zufriedenheit.

Am neachsten Morgen hiess es dann, wieder auf in Richtung Bangkok zu fahren. Jedoch nur ueber ein paar Umwege, denn meine Arbeitskollegin meinte leider zu oft: “we need to stop here, here have pork vely delicion!”, was so viel heissen sollte wie: hier muessen wir anhalten, denn hier gib es das beste Fleisch/das beste Brot/die besten Dampfnudeln/die besten Cashew Nuts/die…….besten Sachen fuer alles. Das konnte seinem schnell auf die Nerven gehen, denn ich bin mir sicher, dass die Sachen dort nicht anders geschmeckt haben, als in Bangkok J Das haben wir meine Arbeitskollegin aber auch spuehren lassen, so dass die gewuenschten Stops dann irgendwann zum Glueck aufhoerten. Zurueck fuhr uebrigens Sebastian, da wir etwas schneller nach Haus wollten, als wie wir fuer den Hinweg brauchten.

 

Zusammengefasst, ein Trip mit schoenen und weniger schoenen Augenblicken, auf jeden Fall aber eine wertvolle Erfahrung, die wir unser Leben lang nicht vergessen werden.

 

 

Freitag ist Feiertag, deswegen geht es ueber das Wochenende nach Hua Hin an den koeniglichen Strand! Hoffentlich scheint die Sonne, denn gestern war wieder Ueberschwemmung in Param Song angesagt

 

27.4.09 07:00

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